Kloster Chorin

Kloster Chorin

Oft besucht und immer wieder faszinierend schön.

Das Kloster Chorin ist eine ehemalige Zisterzienserabtei, die Mitte des 13. Jahrhunderts durch askanische Markgrafen gegründet wurde. Im Jahr 1258 wurde das Kloster unter dem Namen „Kloster Mariensee“ auf der heutigen Halbinsel Pehlitzwerder im Parsteiner See erbaut. Da sich die Insellage aus wirtschaftlichen und landwirtschaftlichen Gesichtspunkten als nicht förderlich herausstellte, verlegten die Zisterzienser die Klosteranlage etwas weiter südwestlicher an den ehemaligen Choriner See, dem heutigen Amtssee. Das Kloster Chorin wurde quasi als Tochter-Kloster – eine sogenannte Filiation – des Kloster Lehnins im Jahr 1273 an seinem heutigen Standort fertig gestellt.

Das ehemalige Kloster Chorin ist ein beeindruckendes Zeugnis vergangener Backsteingotik und präsentiert sich prachtvoll dem Besucher. Der Kontrast des roten Backsteins zum Grün der Schorfheide ist gerade in den Sommermonaten wirklich malerisch. Aber auch im Herbst hat das Kloster Chorin seinen ganz besonderen Reiz. Leider sind von der früheren Klosteranlage nur noch Teile des Kreuzganges und die Unterkünfte der Mönche sowie die Ruine der Klosterkirche erhalten geblieben, die durch ihre Rund- und Spitzbögen und dem offenen Kirchenschiff am beeindruckendsten ist. Die Parkanlage sowie der Klostergarten mit allerlei Kräutern sind sehr gut gepflegt und laden zum Verweilen und einen Moment der Ruhe finden ein.

Heute ist das Kloster Chorin durch seine vielen Konzert-Veranstaltungen bekannt. Seit 1964 findet jedes Jahr in der Ruine der Klosterkirche und auf den angrenzenden Rasenflächen der „Choriner Musiksommer“ statt. Für Fans der klassischen Musik – ein absolutes Must-Have. Wunderschön!

Neben Geschichtlichem und Kultur lädt das Kloster Chorin durch seine einzigartige Wald- und Seenlandschaft auch zu kleineren Spaziergängen oder größeren Wanderungen ein. Hier mein persönlicher Tipp: Spaziergang entlang des Amtssees, nach einer guten halben Stunde erreicht man das Hotel „Haus Chorin“, besonderes Highlight ist die Immenstube – ein Honig-Spezialitäten-Restaurant. Meine Wahl: Honigmarinierter Schinkenbraten – großartig und an kalten Herbsttagen genau das Richtige.

Herbstzeit heißt Zeit für die Großwildjagd und so kann man bei einem Besuch des Kloster Chorins auch schon einmal mitten in eine Jagdgesellschaft geraten. Am Rande sei bemerkt: Für mich als Mensch mit einer ausgeprägten Angst vor Hunden – keine ganz einfache Situation.

Wenn ihr fürs Wochenende noch nichts geplant habt und schon immer mal das Kloster Chorin besuchen wolltet, dann nichts wie los: Das Kloster Chorin liegt im Biosphärenreservat Schorfheide Chorin, etwa eine Stunde nordöstlich von Berlin in der Nähe von Eberswalde. Das Kloster ist in den Wintermonaten von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr für Besucher geöffnet. Informationen über Routen und Wanderwege erhaltet ihr unter www.chorin-touristeninfo.de oder direkt in der Klosterverwaltung des Kloster Chorins.

Einen schönen Beitrag zu Chorin gibt es auch bei den Kollegen vom Sonntagsausflug