Was macht man eigentlich an einem Samstag im August bei Regen? Ganz klar – gute Freunde anrufen und nach Caputh fahren.

Caputh gehört zum Landkreis Potsdam-Mittelmark und liegt ein paar Minuten südwestlich von Potsdam direkt am Schwielow- und Templiner See. Ein sehr idyllischer Ort. Albert Einstein lud schon seinen Sohn mit den Worten: „Komm nach Caputh, pfeif auf die Welt“, in seine Sommerresidenz ein. Ende der 20er – Anfang der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts verbrachte Albert Einstein in Caputh die Sommermonate und das ist auch nicht verwunderlich, denn Caputh und Umgebung haben landschaftlich wirklich ihren ganz besonderen Reiz.

Auf dem Weg von Potsdam nach Caputh fährt man an der Braumanufaktur – Forsthaus Templin vorbei. Wer gern ein Selbstgebrautes trinkt und dazu eine deftige Brotzeit mag – ist hier genau richtig. Direkt vor dem Forsthaus gibt es einen kleinen Hafen und eine kleine Strandbar, die auch Wassersportfans eine große Auswahl bietet. Ob Surfen, Segeln oder Speedboot fahren – alles ist möglich. Rund 10 Meter von der Strandbar entfernt, befindet sich der Bootsanleger „Forsthaus Templin / Strandbad Templin“, der sowohl von Dampfern als auch von dem Potsdamer-Wassertaxi in den Sommermonaten täglich angesteuert wird. Die verschiedenen Abfahrtszeiten und Routenpläne waren etwas verwirrend und aufgrund des anhaltenden Regens und dem tristen Grau über dem Templiner See – eine Bootsfahrt auch keine wirkliche Option. Für alle die gern mal eine Runde mit dem Potsdamer-Wassertaxi drehen wollen, hier gibt es alle notwendigen Informationen: www.potsdamer-wassertaxi.de.

In Caputh selbst sollte man dringend einen Abstecher zum gleichnamigen Schloss machen. Das Schloss Caputh wurde im 16. Jahrhundert erbaut und diente bereits der Kurfürstin Katharina als Sommerdomizil. Die Anlage des Schlosses und der angrenzende Schlossgarten sind wirklich herrschaftlich und der Blick über den Templiner See lädt zum Träumen ein.


Theodor Fontane beschrieb den Besuch des Schlosses bereits sehr ausführlich in den „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“. Das Kavalierhaus im Schlosspark ist ein gehobenes Restaurant, das darüber hinaus eins, zwei Zimmer zum Übernachten anbietet. Ein perfekter Ort zum Heiraten und so begegnet man beim Spaziergang durch den Schlosspark auch dem einen oder anderen Brautpaar.

Das eigentliche Highlight unseres Kurztripps war und ist das Fährhaus Caputh. Aufgrund der sogenannten Caputher Gemünde, einer Engstelle der Havel zwischen dem Schwielow- und dem Templiner See, gibt es seit über 100 Jahren eine Fähre in Caputh. Das Fährhaus ist eine gemütliche Gaststätte, die schon allein durch ihr Interieur an längst vergangene Familienausflüge erinnert. Mein persönlicher Tipp an dieser Stelle: Draußen bietet ein großer alter Holztisch den perfekten Platz zum Verweilen. Gute deutsche Küche. Meine Wahl: Gänsekeule, Rotkraut und Klöße – im August bei Regen – ein echter Gaumenschmaus.

Zum Nachtisch unbedingt den hausgemachten Blechkuchen mit Sahne und dazu einen frischen Espresso oder wahlweise Milchkaffee bestellen. Wirklich lecker!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert