Beeskow ist eine sehr kleine Spreemetropole, die zwischen Spreewald und Spree-Athen liegt. Wer denkt, dass dieses Spree-Athen eine reine Erfindung des ehemaligen DDR-Radios ist und gleichzeitig der Namensgeber für die Sendung „Sieben bis Zehn Spree-Athen“ – der irrt, denn es handelt sich hierbei um eine liebevolle Bezeichnung des Herrn Erdmann Wircker für Berlin. Man lernt eben nie aus.

Beeskow liegt eine gute Stunde von Berlin entfernt und ist eine Kreisstadt, die sich in den letzten Jahren förmlich herausgeputzt hat. Die alten Fachwerkhäuser, der historische Stadtkern und die Stadtmauer sind fast vollständig restauriert und so kann man Beeskow grundsätzlich als schnieke Kleinstadt bezeichnen.

Die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit der Kreishauptstadt ist die Burg Beeskow. Die Burg wurde bereits Anfang des 13. Jahrhunderts urkundlich erwähnt und gehörte damals zur Herrschaft Beeskow-Storkow. In den nächsten Jahrhunderten wechselte die Burg ihre Besitzer und es wurden verschiedene Umbauarbeiten vorgenommen. Die letzten adligen Besitzer war die Familie von Hohenzollern, die die Burg als Verwaltungsgebäude nutzte. 1945 brannte der Ostflügel vollständig aus und der noch erhaltene Teil der Burg diente als Unterkunft für Flüchtlingsfamilien. Heute ist die Burg Beeskow ein Kultur- und Bildungszentrum, das für unterschiedliche Anlässe genutzt und gebucht werden kann.

 

Wir haben uns auf der Burg Beeskow natürlich jede Ausstellung angeschaut, vom Folterkeller über die historische Landesausstellung bis zum Tabakmuseum. Auch den Burgfried haben wir bestiegen, und wir können verraten: Mit einem gewissen Maß an Höhenangst ist das für uns nicht immer ein leichtes Unterfangen, aber für den Brandenburg-Blog-Leser ist uns nichts zu schwer. Ernsthaft – wir können den kurzen Aufstieg auf den Turm wirklich nur empfehlen, denn die Aussicht auf Beeskow und die Umgebung ist wirklich toll und der Maschendraht, der vor irgendetwas beschützen soll, macht es zu etwas Besonderem.

Vom Burgfried hat man – also fast –  freien Blick auf die Marienkirche, die sich wie eine Glucke in der Mitte der Stadt Beeskow niedergelassen hat. Ein prächtiger Bau, den man als Reisender leider nicht von innen besichtigen kann, was wir sehr schade finden.

Ansonsten empfehlen wir mal wieder einen entspannten Stadtspaziergang, der sich in Beeskow alle Male lohnt. Die Stadtmauer, der historische Stadtkern und die vielen kleinen Gassen sollte man sich nicht entgehen lassen.

An der Spree kann man in verschiedenen Restaurants den Blick aufs Wasser genießen und für einen Moment entspannen. Wir waren im Gasthaus Spreebrücke direkt hinter der Burg Beeskow. Das Gasthaus gehört zum Fischgenossenschaft Storkow und bietet – wie kann es anders sein – diverse Fischgerichte an. Auch fangfrischen und geräucherten Fisch kann man hier mit nach Hause nehmen. Etwas enttäuscht waren wir von den Mittagsgerichten, denn die Beilagen zum Fisch inklusive der Soße waren schlechte Fertigprodukte.

Auf dem Rückweg haben wir dann ein tolles Restaurant „Die Kirchenklause“ in der Kirchengasse entdeckt. Von außen sehr vielversprechend, nicht ganz billig, aber bereits zweimal mit der „Brandenburger Gastlichkeit“ gekürt. Probiert es doch für uns mal aus!

Zum Abschied von Beeskow haben wir uns ein ordentliches Stück Kuchen in der Bäckerei Café Dreißig direkt am Marktplatz gegönnt und schwelgten beim routinemäßigen Social-Media-Update in so einer Art Urlaubserinnerungen.

Kurzum: Beeskow gehört definitiv zu unseren Brandenburg-Städte-Reise-Tipps.

Mit dem Auto erreicht man die Kreisstand am schnellsten über die A113 bis zum Schönefelder Kreuz, dann weiter auf der A12 bis zur Ausfahrt 5-Fürstenwalde-Ost und zum Schluss einfach über die Bundesstraße direkt bis nach Beeskow.

Eine Antwort

  1. Interessante Einblicke! Schöne Bilder! Cooler Filter. Macht tatsächlich Lust auf den Ort, den ich die längste Zeit nur als Straßenname kannte. Für die Übersicht wäre noch ne Google Map schön ;)

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